Glück
Wenn wir das Glück nicht in uns trügen,
wo wär es, bitte schön, denn dann?
Was fingen wir mit all den glücklichen Momenten,
die wir gar nicht erleben könnten,
an?
Sie würden ungefühlt verstreichen
und traurig sich von hinnen schleichen,
entfalteten nicht ihren Glanz,
entbehrten sie doch unsrer Resonanz.
Ein Glück, das nicht empfunden,
ist gar keins,
und wenn du suchst, wo wird es denn gefunden,
das Glück, deins, deins und meins?
All die Gefühle von tiefstem innigstem Behagen,
die fühlen wir, weil wir das Glück längst in uns tragen.
Rosemarie Schrick